Kampf den Antibiotika-Resistenzen


Antibiotika richtig einsetzen
Kampf den Antibiotika-Resistenzen

Die Bundesregierung hat Antibiotika-Resistenzen den Kampf angesagt – und wird dabei von den Apothekern unterstützt. Denn viele der Infektionen mit multiresistenten Keimen wären vermeidbar.

Antibiotika-Resistenzen: vor allem in Krankenhäusern ein Problem

Kommen Antibiotika unsachgemäß zum Einsatz, hat dies negative Folgen. Bakterien, die häufigen Kontakt mit dem Arzneimittel haben, können ihre Struktur verändern. Die Folge: Das Arzneimittel verliert seine Wirkung. Der wohl bekanntesten multiresistente Keim ist der MRSA (Methicillin-resistente Staphylokokkus aureus). Infektionen mit einem derart resistenten Bakterium verlaufen oft schwer. Besonders in Krankenhäusern sind sie ein zunehmendes Problem. 20 bis 30 Prozent der Infektionen mit multiresistenten Bakterien wären durch eine bessere Einhaltung von bekannten Hygieneregeln vermeidbar, meint die Bundesapothekerkammer.

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien – mehr Aufklärung nötig

Beim Vermeiden von Resistenzen ist auch die Politik gefragt: Vor kurzem hat das Kabinett die aktuelle „Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie“ (DART) beschlossen. Ein Kernpunkt darin ist die Sensibilisierung der Gesellschaft. Denn viele Patienten haben eine falsche Erwartungshaltung bezüglich Antibiotika. So wissen laut aktuellen Umfragen beispielsweise nur wenige Menschen, dass Antibiotika ausschließlich gegen Bakterien wirken. Bei Infekten, die auf Viren zurückzuführen sind, zum Beispiel einer Erkältung oder Grippe, sind sie in der Regel nicht indiziert.

Die Apotheker und Ärzte übernehmen eine wichtige Aufklärungsrolle. „Pro Jahr haben die Apotheken eine Milliarde Patientenkontakte. Wir nutzen diese, um die Bevölkerung gezielt über den richtigen Umgang mit Antibiotika aufzuklären“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

Darüber hinaus betont der Apotheker: „Bakterien halten sich nicht an Grenzen. Um Resistenzen zu bekämpfen, besteht national und international großer Handlungsbedarf.“ Vor diesem Hintergrund begrüßt Friedemann Schmidt, dass Antibiotika-Resistenzen auch beim diesjährigen G7-Gipfel ein Thema sind.

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