Stress stört Knochenheilung


Nach der Fraktur
Stress stört Knochenheilung

Gebrochene Knochen brauchen eine ganze Weile, bis sie wieder zusammenwachsen. Jetzt haben Forscher herausgefunden, was die ohnehin lange Heilungszeit zusätzlich erschwert: psychosozialer Stress. Doch es gibt ein Mittel, das gestressten Knochen bei der Heilung Beine macht.

Von Knorpel zu Knochen

Wenn Knochen brechen, setzt sich ein komplizierter Mechanismus in Gang: Vermittelt über lokale Immunreaktionen sprießen kleine Gefäße in den Bruchspalt und abgestorbener Knochen wird abgebaut. Es bildet sich ein bindegewebiges Narbengebiet, das erst verknorpelt und dann verknöchert. Nach einigen Wochen ist der Knochen wieder belastbar, voll stabil ist er meist erst nach Monaten.

Stress macht neuen Knochen weicher

Menschen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS), z. B. schwerverletzte Unfallopfer oder Soldaten, die aus Kriegsgebieten zurückkehren, haben ein besonders hohes Frakturrisiko. Forscher der Universität Ulm fragten sich daher, ob ein chronischer Stresszustand eine negative Wirkung auf die Knochenheilung hat und starteten eine Studie mit gestressten Mäusen. Dabei kam heraus, dass chronischer Stress nicht nur die akute Immunreaktion stört, die wiederum den Heilungsprozess im gebrochenen Knochen in Gang setzt. Auch die Umwandlung von Knorpel zu Knochen wurde behindert, die Knochen wurden weniger hart und dadurch anfälliger für Frakturen.

Betablocker fördert Heilung

Die Forscher fanden auch heraus, dass diese negativen zellulären Prozesse durch Adrenalin vermittelt werden. Genau hier ergab sich auch der Behandlungsansatz: Durch die Gabe von Betablockern normalisierte sich nicht nur die Immunreaktion der Mauseknochen, auch die Knochenheilung verlief wieder ungestört, berichtet Dr. Melanie Haffner-Lutzner von der Universität Ulm. Aufgrund dieser Studienergebnisse erhoffen sich die Forscher, Knochenbrüche bei Menschen mit PTBS in Zukunft wirkungsvoller behandeln zu können.

Quelle: Ärztezeitung

Partnerapotheke

Neue Universitäts-Apotheke zum Schwan
Universitätsstr. 41
35037 Marburg
Tek. 06421/2 20 66

zur Homepage

News

Kopfschmerz-Typen besser erkennen
Frau mit Kopfschmerzen hält sich Nacken und Stirn.Von Kopfschmerzen gibt es verschiedene Typen.

Migräne, Spannung oder Hirnblutung?

Mehr als ein Drittel der erwachsenen Deutschen leidet mindestens einmal im Monat unter Kopfschmerzen. Doch häufig wissen Patient*innen nicht, welcher Kopfschmerz-Typ sie eigentlich plagt. Erfahren Sie das Wichtigste über 3 häufige Arten und wann Kopfschmerzen ein Alarmsignal sind.   mehr

"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol
"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol

Vorsicht in der Schwangerschaft

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?   mehr

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Sport hilft Kindern mit Autismus
Sport hilft Kindern mit Autismus

Von Tai Chi bis Trampolin

Bewegung tut gut – auch Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Eine aktuelle Studienübersicht zeigt: Bestimmte Sportarten können Gleichgewicht, Koordination und motorische Fähigkeiten verbessern.   mehr

Mikronährstoffe fürs Herz
Ältere Person vor dem Einnehmen einer Tablette. Manche Mikronährstoffe können die Herzgesundheit fördern.

Nützlich oder schädlich?

Ob Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es Hinweise, dass zumindest einige von ihnen doch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen können.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Rosen-Apotheke am Wilhelmsplatz
Inhaber Frank Riedel
Telefon 06421/2 54 21
Fax 06421/92 46 63
E-Mail info@rosen-apotheke-marburg.de