Hunde erschnüffeln Long-Covid


Perfekte Spürnasen
 Hunde erschnüffeln Long-Covid
Krichevtseva/shutterstock.com

Für trainierte Hunde ist es ein Leichtes, Menschen mit akuter Coronainfektion zu erschnüffeln. Doch nicht nur das: Sie erkennen mit ihrer Supernase auch Personen, die an Long-Covid leiden.

Flüchtige organische Stoffe in Schweiß und Urin

Schon länger werden weltweit Spürhunde auf Flughäfen oder bei Großveranstaltungen eingesetzt, um Menschen mit einer akuten SARS-CoV2-Infektion zu erkennen. Die Fellnasen erschnüffeln dabei im Schweiß einen krankheitstypischen Geruch, der sich aus flüchtigen organischen Verbindungen zusammensetzt. Diese entstehen nach Virusinfektion im Stoffwechsel des infizierten Menschen und kommen auch im Urin, im Speichel und Atemwegssekreten vor. Doch Hunde riechen noch mehr: Sie können mit ihrem vomeronasalen Organ auch virale Eiweiße wahrnehmen und unterscheiden.

Diese Fähigkeiten ermöglichen ihnen, akut infizierte Covid-Patient*innen zu erschnüffeln. Ob sie auch Menschen erkennen, die an Long Covid leiden, hat nun die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) mithilfe von neun trainierten Corona-Spürhunde untersucht.

Hohe Trefferquote

Dazu präsentierten die Forscher*innen den Spürnasen Wattepads mit Speichel-, Urin- und Schweißproben. Diese stammten von Gesunden und Patient*innen, die gemäß der WHO-Definition an Long-Covid litten. Die Erkrankten litten also an Müdigkeit, Kurzatmigkeit und kognitiver Dysfunktion wie z. B. Konzentrationsstörungen für mindestens zwei Monate, beginnend circa drei Monate nach SARS-CoV2-Infektion. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Hunde bei den Proben der Long-Covid-Patienten anschlugen, war mit über 95% sehr hoch, berichten die Forscher*innen der TiHo.

Der krankheitsspezifische Geruch einer SARS-CoV2-Infektion bleibt offenbar bei der Mehrheit der Patient*innen mit Long-Covid bestehen. Das könnte die Hypothese unterstreichen, dass bei manchen Menschen das Virus noch lange über die akute Infektion hinaus vorhanden ist, schreiben die Forscher*innen. Weitere Untersuchungen müssen prüfen, ob die Empfindlichkeit medizinischer Spürhunde variiert und ob eventuelle Symptome ihre Erkennungsleistung beeinflusst. Dadurch erhoffen sich die Forscher*innen vor allem, das Krankheitsgeschehen von Long-Covid besser verstehen und behandeln zu können.

Quelle: Frontiers in Medicine

Partnerapotheke

Neue Universitäts-Apotheke zum Schwan
Universitätsstr. 41
35037 Marburg
Tek. 06421/2 20 66

zur Homepage

News

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Sport hilft Kindern mit Autismus
Sport hilft Kindern mit Autismus

Von Tai Chi bis Trampolin

Bewegung tut gut – auch Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Eine aktuelle Studienübersicht zeigt: Bestimmte Sportarten können Gleichgewicht, Koordination und motorische Fähigkeiten verbessern.   mehr

Mikronährstoffe fürs Herz
Ältere Person vor dem Einnehmen einer Tablette. Manche Mikronährstoffe können die Herzgesundheit fördern.

Nützlich oder schädlich?

Ob Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es Hinweise, dass zumindest einige von ihnen doch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen können.   mehr

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Zum Check-up in die Röhre?
Zum Check-up in die Röhre?

Sinn und Unsinn von Ganzkörper-MRTs

Privatkliniken und Diagnostikzentren werben vermehrt mit MRTs für den gesamten Körper. Auf diese Weise sollen Erkrankungen früh entdeckt werden. Klingt verheißungsvoll, doch funktioniert das auch?    mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Rosen-Apotheke am Wilhelmsplatz
Inhaber Frank Riedel
Telefon 06421/2 54 21
Fax 06421/92 46 63
E-Mail info@rosen-apotheke-marburg.de