Erstes Wocheninsulin zugelassen


Nur eine Spritze
Junger Mann spritzt sich mit einem Pen ein Wocheninsulin unter die Haut.
mauritius images / Pitopia / Alexander Raths

Wenn Menschen mit Typ-2-Diabetes Insulin benötigen, scheuen sie oft die tägliche Insulinspritze. Für sie gibt es gute Nachrichten: Kürzlich wurde das erste Wocheninsulin zugelassen. Es deckt den Basalinsulinbedarf einer Woche mit nur einer Spritze.

Vom Hundepankreas zur Bakterienproduktion

Vor 100 Jahren gelang es zwei kanadischen Forschern erstmals, Insulin aus der Bauchspeicheldrüse eines Hundes zu isolieren. Das was der Startschuss für die Therapie einer Erkrankung, die bis dahin meist innerhalb weniger Jahre tödlich verlief: Diabetes. Noch heute wird der Diabetes mit Insulin behandelt. Inzwischen gewinnt man das Hormon allerdings nicht mehr aus tierischen Bauchspeicheldrüsen, sondern mithilfe von gentechnisch veränderten Bakterien.

Außerdem gibt es heute eine Vielzahl unterschiedlicher Insulinpräparate. Einige haben eine beschleunigte, andere eine verzögerte Wirkungsweise. Auch die Verabreichungsform variiert: Zwar muss das Hormon immer gespritzt werden, das kann aber durch die Patient*in selbst oder mithilfe einer Insulinpumpe geschehen. Mit diesen Weiterentwicklungen lässt sich die Therapie immer besser an das Leben der Erkrankten anpassen.

Bluteiweiß wird zum Insulinspeicher

Jetzt gibt es eine weitere Neuheit in der Insulinfamilie. Im März wurde von der Europäischen Kommission die Zulassung für das erste Wocheninsulin erteilt. Insulin icodec hat eine sogenannte Ultra-Langzeitwirkung und muss als Basalinsulin nur einmal wöchentlich unter die Haut gespritzt werden. Das neue Insulin bindet sich stark an das Bluteiweiß Albumin und wird von diesem nur sehr langsam wieder abgegeben. Dadurch entsteht eine Art Insulinspeicher, der nur einmal wöchentlich durch die Injektion wieder aufgefüllt werden muss.

Sechs weltweit durchgeführte Studien konnten zeigen, dass das Wocheninsulin den Blutzucker genauso gut senkt wie täglich zu spritzende Insuline. Dabei traten sogar seltener Unterzuckerungen auf. Auch der Langzeitwert des Blutzuckers, der HbA1c, wurde zuverlässig gesenkt.

Zum Einsatz kommen soll das Wocheninsulin vor allem bei Typ-2-Diabetiker*innen. Fachleute erhoffen sich einen Vorteil für die Betroffenen, denen das häufige Spritzen schwer fällt. Denn so muss die Patient*in nur noch einmal wöchentlich und – falls nötig – zu den Mahlzeiten Insulin spritzen. Laut Hersteller soll das Präparat als Fertigpen in Deutschland so bald wie möglich zu Verfügung stehen.

Quelle: ptaheute, Ärztezeitung

Partnerapotheke

Neue Universitäts-Apotheke zum Schwan
Universitätsstr. 41
35037 Marburg
Tek. 06421/2 20 66

zur Homepage

News

Diabetes erhöht Krebsrisiko
Diabetes erhöht Krebsrisiko

Auf zur Vorsorge!

Beim Typ-2-Diabetes drohen etliche Folgeschäden. Dabei gilt es nicht nur, auf Nieren, Augen und Nerven zu achten. Menschen mit Typ-2-Diabetes haben auch ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten.   mehr

Tipps für sicheren Grillspaß
Tipps für sicheren Grillspaß

Heißes Sommervergnügen

Von Verbrennungen bis zu Magen-Darm-Infektionen: Das allseits beliebte Grillen hält eine ganze Menge Gefahren bereit. Hier gibt es Tipps, wie man sich davor schützt.   mehr

Waschen, cremen, inspizieren
Waschen, cremen, inspizieren

Hautpflege bei Diabetes

Eine Diabeteserkrankung wirkt sich auch negativ auf die Haut aus. Mögliche Folgen sind Pilzerkrankungen und unangenehmer Juckreiz. Mit einer guten Blutzuckereinstellung und der richtigen Pflege lässt sich jedoch gut vorbeugen.   mehr

Weiblicher Schlaf und Hormone
Weiblicher Schlaf und Hormone

Was machen Hormone mit dem Schlaf?

Ob man morgens ausgeschlafen oder müde ist, hängt von vielen Faktoren ab. Welchen Einfluss haben die Hormone?   mehr

Solarium erhöht Hautkrebsrisiko
Solarium erhöht Hautkrebsrisiko

Gefährliches „Vorbräunen“

Viele nutzen das Solarium, um mit vorgebräunter Haut in den Urlaub zu starten. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Künstliche UV-Strahlung kann das Risiko für schwarzen Hautkrebs deutlich steigern.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Rosen-Apotheke am Wilhelmsplatz
Inhaber Frank Riedel
Telefon 06421/2 54 21
Fax 06421/92 46 63
E-Mail info@rosen-apotheke-marburg.de